Bergtouren

Bergtour 2004 - Durch Fels und Eis im Stubaital

02.03.2011

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In diesem Jahr kombinierten wir Teile zweier Touren der vergangenen Jahre:
Wir wiederholten zunächst einige Klettersteige im vorderen Stubaital, die wir 2003 kennen und schätzen gelernt hatten.
Anschließend machten wir wie schon 1998 Station auf der Müllerhütte und bestiegen von dort noch einmal den Wilden Pfaff, das Zuckerhütl und den Wilden Freiger.

Das Wetter war zwar nicht so überwältigend gut wie 2003, aber wir konnten alle vorgesehenen Touren durchführen und wurden lediglich am letzten Tag beim Abstieg ordentlich nass.

Alle Wege waren gut "in Schuss" und insbesondere die Versicherungen (Seile, Klammern, Stifte) in tadellosem Zustand.

28.08.

Anreise aus Essen nach Neustift zur Talstation des Elferliftes in ca. 10:00 Std.
Auffahrt mit dem Lift, von dort kurzer Aufstieg zur Elferhütte (2.004 m).

29.08.

Von der Elferhütte, auf der wir die einzigen Übernachtungsgäste gewesen waren, mit kleinem Gepäck zum Elfer-Nordwand-Klettersteig (ca. 200 m, z.T senkrecht die Wand hinauf). Weiter über den nicht mit Seil gesicherten Grat-Klettersteig, zunächst aufwärts, dann relativ langwierig abwärts bis zur "Zwölfernieder", dem Übergang zwischen dem Elfermassiv und der Zwölferspitze. Auf dem Panoramaweg an der Ostseite des Elfers oberhalb des Pinnistals zurück zur Hütte. Dort nahmen wir unser Übernachtungsgepäck wieder an uns und stiegen und fuhren hinab nach Neustift.

Mit dem Auto nach Fulpmes zur Talstation des "Schlick 2000 - Liftes". Wir meldeten uns auf der Schlickeralm an und erhielten die Erlaubnis, mit dem Auto hinauf zu fahren. Dies erleichterte die Gepäck- und Rucksack-Auswahl für die nächsten Tage erheblich und ermöglichte es, die Abende auf der Alm in "Tal-Kleidung" zu verbringen.

30.08.

Von der Schlickeralm zum Einstieg in den Klettersteig auf die Große Ochsenwand(2.700 m): langer, anspruchsvoller Klettersteig mit ca. 850 m Aufstieg.
Nach unerfreulich kaltem und deshalb relativ kurzem Gipfelaufenthalt Abstieg zur Alpenclubscharte (2.451 m) ebenfalls über einen Klettersteig; von dort über die Roßgrube zurück zur Schlickeralm.

31.08.

Das Wetter zwang uns zu einem "Ruhetag": Wir besuchten die Galtalm, gingen weiter zur Knappenhütte und stiegen von dort zum Sennjoch auf. Weiter zur Bergstation der Seilbahn auf dem Kreuzjoch und von dort über die (im Sommer geschlossene) Zirmachalm zurück zur Schlickeralm.

01.09.

Am frühen Morgen mit dem Hüttentaxi hinauf zum Sennjoch, um 15 Min. oberhalb der Hütte den Sonnenaufgang mitzuerleben. Anschließend Frühstück in der Sennjochhütte (2.225 m), dann Rückfahrt zur Schlickeralm.

Von der Schlickeralm über den "Gloatsteig" Richtung Pfarrachalm und hinauf in den "Halsl" genannten Übergang zwischen Saile und Ampferstein (1.992 m). Auf dem versicherten "Lustige-Bergler-Steig" auf den Ampferstein (2.556 m). Von dort Abstieg und Gegenanstieg zur Marchreisenspitze (2.620 m).
Rückweg zur Schlickeralm über die Malgrubenscharte und den Gsallerweg.

02.09.

Abfahrt von der Schlickeralm nach Fulpmes; weiter über Neustift und Ranalt zum Parkplatz hinter der Grawaalm. Von dort Aufstieg über die schöne, reizvoll gelegene Sulzenaualm (1.857 m) zur Sulzenauhütte (2.191 m). Weiter auf dem "Lübecker Weg" über die Pfaffennieder (3.136 m) zur Müllerhütte. Dort buchten wir voller Vorfreude Halbpension und wurden am Abend mit Wildschweinmedaillons im Speckmantel verwöhnt.

03.09.

Von der Müllerhütte (3.143 m) in schöner Gratkletterei auf den Wilden Pfaff (3.456 m). Kurzer Abstieg in den Paffensattel und von dort zunächst über den obersten Rand des Sulzenauferners, dann jedoch schon bald im Fels auf das Zuckerhütl (3.507 m). Ausgiebige Rast in der warmen Gipfelsonne. Anschließend auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Müllerhütte.

04.09.

Von der Müllerhütte (3.143 m) über den oberen Übeltalferner zum Wilden Freiger (nach Verlassen des Eises nur noch ein ganz kurzes Felsstück bis zum Gipfel, 3.418 m). Da dort der Nebel unmittelbar nach unserer Ankunft in leichtes Schneetreiben überging, brachen wir schnell wieder auf und kletterten bei ungemütlich nassem Wetter auf dem abenteuerlichen, aber gut gesicherten Grat zur Lübecker Scharte (3.146 m) hinab.
Nach Ablegen der Gletscher-Ausrüstung am Ende der Fernerstube begann es heftig zu regnen, so dass wir ordentlich durchnässt auf der Sulzenauhütte (2.191 m) ankamen. Nach Ende des Schauers Abstieg über die Sulzenaualm zum Parkplatz.
Wir fuhren aus dem Stubaital hinaus Richtung Innsbruck und nahmen an der Brennerstraße im Gasthof Schupfen Quartier, wo wir wie im Vorjahr das glückliche Gelingen einer schönen Tour feierten.

05.09.

Heimfahrt nach Essen (ca. 9 Std.)

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